Le Grand Uff Zaque
„Cliché“
(Reposit)
Deutsche Hip Hop Musik gibt es mittlerweile in den zahlreichsten Variationen. Gepaart mit Jazz ist der Hip Hop zwar nicht neu, aber durch Le Grand Uff zaque erreicht dieser eine völlig neue Ebene. Wenngleich der Jazz hier nicht das einzige Element ist, an dem sich die Band bedient. Besonders fällt da die Nummer Still of my own auf, die eine wirkliche lupenreine Popnummer geworden ist. Insgesamt ist das hier alles eine Mischung aus Klassik trifft auf die Musikkunst eines Helge Schneider und die Jazzkantine kommt auch nur kurz zum jammen vorbei und hat eine tolle Sängerin im Gepäck.
Wertung: 88%
Micha L.
Bullmeister
„Too young to die old“
(Universal)
Nach dem Titelsong zur 2011er Staffel von »Germany's next Topmodel« folgt nun das Debütalbum von Bullmeister mit einem dancefloororientierten Mix aus knackigen Beats, Indie-Elementen und unterhaltsamer Pop-Attitüde. Das Bullmeister-Album Too Young To Die Old zeigt das umfangreiche musikalische Repertoire der drei: eine Mischung aus wuchtigen Beats sowie bisweilen gewollt herzzerreißenden Melodien und durchdachten Texten. Wer „Girls Beautiful“ kennt, weiss mit welchen extravanganten Mitteln die Band im Stande ist Ohrwürmer zu produzieren. Der Song ist zwar mit Abstand der beste des Albums, doch direkt dahinter kommen Songs wie Head on Collision, Fight up till the end und Over Under. Schade ist nur, dass das Album erst jetzt erscheint. Man hätte den Topmodel Schwung nutzen müssen. So müssen sie sich das erarbeitete erst wieder neu verdienen.
Wertung: 81%
Jonah
Balanescu Quartett
„This is...“
(Mute Records)
Da ist sie also, die erste neue Veröffentlichung aus dem Hause Mute Records. Mit dem ersten Schwung werden diverse Compilations veröffentlicht, welche einen tiefen Einblick in das Mute Universum offenbart. Jede dieser Veröffentlichungen wurde mit komplett neuem Artwork und Booklet ausgestattet. "This Is The Balanescu Quartet" wurde von Alexander Balanescu, einem der spannendsten und innovativsten Violisten unserer Zeit zusammengestellt. Die Compilation spiegelt die Vielseitigkeit und Kreativität aller vier auf Mute veröffentlichten Alben perfekt wieder! Inklusive fantastischer Kraftwerk-Coverversionen von "Autobahn", "The Model" und "Pocket Calculator". Sicherlich ist diese Zusammenstellung etwas anders, als man erwartet, dennoch insgesamt mehr als liebenswert und wie immer bei Mute künstlerisch mehr als anspruchsvoll.
Wertung: 88%
Jonah
Megadeath
„Peace sells but...“
(Emi)
MEGADETH wurde 1983 vom Ex-Metallica-Gitarristen Dave Mustaine gegründet und gilt als Thrash Metal-Band der ersten Stunde. Bereits mit ihrem zweiten Album landete die Band drei Jahre späterden ersten großen Album-Coup. Zum Jubiläum gibt’s nun die Nonplusultra-Edition: Das „25th Anniversary Box Set“ offeriert 4 CDs, eine DVD-Audio und 3 LPs, des Weiteren Bio-Booklet, Fotos und Memorabilia, alles verpackt in einer stabilen 12x12inch-Box samt 3D-artigem Frontcover. Darüber hinaus gibt es auch noch eine Doppel CD Edition zu einem weitaus geringeren Preis.
Wertung: 78%
Emily
Firefox AK
„Color the trees“
(Sony)
Vier Jahre hat Andrea Kellerman in London gelebt. Doch 2002 sehnt sie sich danach, in ihre Heimat Schwedenzurückzukehren. Sie passiert einen Hydranten und sieht darauf ein Wort geschrieben: Firefox. Sofort nimmt sie den Namen an sich und macht ihn zu ihrem; schreibt eigene Songs und startet ein Soloprojekt. Nach zwei bislang sehr erfolgreichen Alben erschien nun ihr drittes Werk, das insgesamt 12 Tracks enthätl. Darunter sehr innovative, wie einfache Nummern ala Boom, Boom, Boom oder die großartige Popnummer Meet me here. Im Herbst wird die Schwedin als Support einer von Hurts hier in Deutschland live zu sehen sein.
Wertung: 88%
Micha L.
Conjure One
„Exilarch“
(Nettwerk)
Auf Exilarch stellt Frontline Assembly Schrauber Rhys Fulber seine neuesten Songs vor, die zwischem Popsong, sphärischem Meisterwerk und experimenteller Kunst hin und her switchen. Man könnte sagen, das dieses Album das reifeste Werk ist, da es sehr viele Anspieltipps offenbart. Allen voran das sehr sphärische Zephyr oder das beinahe poppige Like Ice. Den Höhepunkt stellt allerdings die wunderschöne Nummer The distance dar, welches allerdings nur durch den sensationellen Gesang mehr als auffällt. Für alle Frontline Fans ist aber auch noch Demon Inside auf dem Album enthalten, welches sich mit den Wurzeln des Musikers befasst.
Wertung: 88%
Micha L.
Neil Taylor
„No Self Control“
(Hyper)
Neil Taylor ist der Gitarrist von Robbie Williams. Sein Debüt-Album wurde nach dem gleichnamigen Peter Gabriel Song benannt. Track 2 ist die erste single Auskopplung aus dem Album, auf dem der Gitarrist auch sehr eindrucksvoll singt. Er klingt wie der junge Bryan Adams und bringt außerdem ein sehr beeindruckendes Gitarrenspiel mit sich, was man bei Robbie Williams gar nicht so sehr heraushört. Insgesamt hat das Album 12 tolle rockige Nummern zu bieten, die sicherlich bald schon über diverse Radio-Stationen hämmern werden.
Wertung: 78%
Micha L.
Jonathan Davis
And The SFA
„Live At The Union Chapel“
(iNTERGROOVE)
JONATHAN DAVIS hat mit seiner Band KORN epochale Meisterwerke geschaffen. Die Band hat mit ihrem selbsbetitelten Debüt ein mittelschweres Erdbeben in der Welt des Metal/ Punk/ Alternative ausgelöst. Sie prägten den so typischen Korn-Sound, der Bands wir z.B. SLIPKNOT, SEPULTURA u.v.a maßgeblich beeinflusst hat. Während der ganzen Erfolgsgeschichte von KORN hat DAVIS schon immer eine Solokarriere angestrebt, welche schon in seinen High School Jahren begann. Diese Solokarriere nahm mit der Gründung der SFA (Simply Fucking Amazings) Form an, seiner, aus eigenhändig ausgewählten, multitalentierten Musikern bestehende Band. Das sehr schöne Digipack enthält neben der Live CD auch noch eine DVD enthält, die die enorme Power des Frontmannes zeigt.
Wertung: 88%
Jonah
Compact Space
„Nameless“
(Ferryhouse)
Compact Space ist die neue Band von Depeche Mode Live Drummer Christian Eigner, dem langjähren Freund Daryl Bamonte und dem Sänger Florian Kraemmer. Die Band entstand laut Eigner sehr zufällig, denn eigentlich wollte er nur ein paar Zeilen von seinem Freund und Manager Daryl Bamonte für einen anderen Künstler haben. Dabei entstand der Text zu Push Push. Wenige Tage später war auch die Musik zum Song fertig und mit einem langjährighen Freund von Christian wurde mit Florian Kraemmer ein geeignerte Sänger gefunden. Das Debütalbum beinhaltet 9 Tracks und zwei Remixe zweier auf dem Album enthaltener Stücke. Auf The Unstoppable Collision spielt Martin Gore Gitarre.
Wertung: 87%
Micha L.
Mehr Kritiken und Bewertungen zu jeder CD gibt es in der aktuellen Ausgabe, die man hier bestellen kann...