Depeche Mode live in Berlin (Streetgigs)

Depeche Mode waren am 17.03.2017 live in Berlin um ihr neues Album „Spirit“ live vorzustellen. Im Rahmen der Telekom Streetgigs kamen Fletch, Dave und Martin in ihr geliebtes Berlin zurück um das legendäre Funkhaus mit den neuen Tönen ihres Albums zu füllen.

Für dieses Event gab es keine Karten zu kaufen. Fans konnten diesem einmaligen Ereignis nur beiwohnen, wenn sie an diversen Gewinnspielen der Medienlandschaften teilgenommen haben. Die Teilnahme hat sich für alle Beteiligten allerdings mehr als ausgezahlt. Für Medienvertreter kam es vor der Veranstaltung zu einem leckeren Umtrunk in der nahegelegenen Milchbar. Die dort exklusiv servierten Speißen stimmten die Anwesenden auf dieses einmalige Ereignis ein.

Peter Gordeno, Christian Eigner, Martin Lee Gore, Dave Gahan und Andrew Fletcher betraten fast pünktlich um 20 Uhr die kleine Bühne des Funkhauses. Ringsherum überall das Telekom- Magenta, das auch schon den Weg zum Funkhaus ausgeleuchtet hatte. Viel mehr Farbe gab es dann vom neuen Bühnenoutfit von Dave Gahan. Traditionell mit Weste und Anzughose mit seitlichem Satinstreifen, dieses mal in revolutionärem Rot, brachte Dave auch noch rote Glitzer-Schühchen mit in den tobenden Saal. Martin hingegen bot diesem speziellen Event im Schlabber-Look und Armeestiefeln die Stirn und glänzte eher stimmlich und mit tollen Gitarrenriffs.

Wie auch das neue Album wurde der Abend durch den grandiosen Song „Going Backwards“ eröffnet. Dieses mal ganz ohne Intro, da der Abend ja ganz im Zeichen von „Spirit“ stehen sollte. Da das 14. Studioalbum von Depeche Mode zum ersten mal ganz ohne Interludes und Instrumentals auskommen muss, war diese Eröffnung auch nur allzu logisch. So wird sicherlich auch die anstehende „Global-Spirit“ ab dem 05. Mai eröffnet werden, dann aber doch bitte wieder mit Intro um die Spannung und Stimmung noch weiter anzuheizen. Die Energie die hier vor allem von Dave Gahan ausgeht ist schon unglaublich. Mit seinen Moves und seiner unvergleichlichen Stimme elektrisierte er das Funkhaus innerhalb von Sekunden. Dazu kam die unglaubliche Qualität des grandiosen Songs, der lyrisch, wie gesanglich als auch musikalisch auf voller Linie zu überzeugen weiss.

Als zweites lieferten Depeche Mode ein wahren Live-Kracher ab. Hierbei handelte es sich nicht etwa um einen alten Song, sondern um „So much love“ aus dem brandaktuellen Album. Live in dieser Halle war dieser Song ein echter Genuss. Leider kann das Video, das im Netz kursiert nicht diese unglaubliche Kraft widerspiegeln die zu diesem Zeit im Funkhaus herrschte. Spätestens auf der Tour werden alle dieses Gefühl teilen, denn dieser Moment war magisch. Dafür sorgte Dave auch noch mit einem kleinen Zusatz, indem er Tuxedomoons Lyrics „No tears for the creatures of the night“ in den Saal brachte.

 

Was sich durch andere Promotermine in den USA bereits andeutete wurde dann auch hier bittere Wahrheit. Depeche Mode performten „Corrupt“. Zugegeben sehr ansprechend, doch der Song wird hoffentlich nur als Schmankerl für die PR-Tour genutzt und nicht auch noch auf der Tournee zum Einsatz kommen.

Den ganzen Bericht gibt es samt eines exklusiven Depeche Mode´s Interviews in der 99. Synthetics Ausgabe, die ihr hier bestellen könnt.

1. Going Backwards
2. So much love (+ No tears for the creatures of the night – Tuxedomoon)
3. Corrupt
4. A pain that I’m used to (Lu Cont Remix)
5. World in my eyes (mit neuem Intro)
6. Cover me
7. Little soul (Martin Gore)
8. Where’s the revolution
9. Barrel of a gun
10. Walking in my shoes (Intro vom Random Carpet mix)
11. Personal Jesus

(Fotos: Markus Nass fuer Telekom)

Ein Kommentar

  1. Was soll an dem Song ‘Corrupt’ ” denn “bittere Wahrheit” bedeuten ???
    Der Song ist der Kracher, Text, Samples und Melody….einfach alles. Sollten mehr solche Songs auf die PL als die ständig plattgetretenen Gassenhauer wie Personal J, Everything C, Enjoy the S und wie sie alles heißen.
    Der zweite Satz im Artikel zu Corrupt beschreibt es…”Sehr ansprechend” !! Also ab auf die Setlist zur nächsten Show. Auf den Konzerten hängen nicht nur grölend niveaulose Schwachköpfe rum die auf jeder Tour nur die Best Off Singles hören/sehen wollen.

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