David Bowie

DAVID BOWIE – das Chamäleon der Popmusik. Kein anderer Musiker hat so viele Inkarnationen durchlebt wie BOWIE, a.k.aDavid Robert Jones, der Mann mit den verschiedenfarbigen Augen. Alle diese Wandlungen waren nicht nur enorm erfolgreich, jede von ihnen öffnete der Popmusik auch neue Dimensionen, die bald zu ganzen Modeströmungen wurden. Ob es der Glamrock aus der Ziggy-Stardust-Phase war, die legendäre Zusammenarbeit mit Brian Eno auf den Kultalben Low und Heroes, die zum Vorläufer der New Wave in den Achtzigern wurde oder seine Rückkehr zu griffigem Rock in den späten achtziger Jahren mit der Formation Tin Machine – was immer auch passierte: BOWIE war schon vorher da.

 

Das 4CD-Boxset Sound + Vision wirft einen geballten Blick auf BOWIEs Schaffen in den Jahren 1969 bis 1994, sprich: Von einer akustischen Demo-Version seines ersten großen Hits Space Oddity (auch bekannt als „Major Tom“) bis hin zum Soundtrack The Buddha Of Suburbia (1993), der von den Fans als dasunterschätzteste Album in BOWIEs Kanon gilt und für die gleichnamige TV-Serie komponiert wurde, die auf einem Roman von Hanif Kureishi beruht. Seit fünf Jahrzehnten ist DAVID BOWIE wohl der vielseitigste Popstar, der immer wieder überrascht, indem er sich konstant neu erfindet – ein einzigartiges Phänomen der zeitgenössischen Kultur, das mit der umfangreich gestalteten Ausstellung „David Bowie Is“ gefeiert wird, die im Londoner Victoria & Albert Museum startete, bis zum 24. August im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen ist und danach auch in Paris, Chicago und Groningen gezeigt werden wird.

 

Zwischen 1969 und 1994 erschienen 21 BOWIE-Studio-Alben, von denen jedes mehrere Charthits und Kultsongs enthält. Aber es sind nicht nur die bekannten BOWIE-Standards, die man auf Sound + Vision zu hören bekommt. Ein tiefer Griff in das umfassende Archiv förderte wahre Perlen zutage, etwa lang vergessene B-Seiten, explosive Live-Aufnahmen, Soundtrack-Titel und kaum bekannte Remixe. So entdeckt man eine rare B-Seiten Version des dylanesken Folksongs The Wild-Eyed Boy From Freecloud, eine spezielle Aufnahme von 1984/Dodo aus dem Jahr 1973, ein Outtake aus dem 75er Album Young Americans mit dem Titel After Today und die unverzichtbare deutsche Version Helden/Heroes seines wahrscheinlich bekanntesten Hits vom gleichnamigen Album.

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